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Der Arbeitskreis "Eine Welt" e. V. unterstützt seit vielen Jahren unterschiedlichste Projekte.

Aktuell unterstütze Projekte:

   

 

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Toby Nenilava

ist ein Centre de Santé (Gesundheitszentrum) in Fort Dauphin unter dem Dach der evangelisch-lutherischen Kirche Madagaskars (FLM). Dazu gehört unter anderem ein Dispensaire (Ambulantes Behandlungszentrum), welches sich besonders um die Behandlung der im Zentrum lebenden psychisch kranken Menschen kümmert. Die Anzahl der Patienten, auch der externen, ist in den letzten zwei Jahren um ein Vielfaches angestiegen.

Die psychisch Kranken werden von einer Ärztin und einer pflegerischen Hilfskraft psychopharmakologisch behandelt und betreut. Hinzu kommt die pflegerisch/betreuende Arbeit durch die „Bergers“, das sind im Zentrum lebende Kirchenmitglieder mit einer religiösen Ausbildung. Des weiteren versorgen Familienangehörige ihre Kranken. Ein wichtige Rolle bei der Behandlung psychischer Erkrankung spielt die Spiritualität und der Glaube an den bösen Dämon, von dem die Kranken besessen sein sollen und der durch Exorzismus ausgetrieben werden soll.

Seit gut 2 Jahren engagiert sich Maria D. für dieses Centre de Santé. Durch ihr Engagement und durch die Hilfe des Arbeitskreis „Eine Welt“ e. V. Mettingen ist seit Februar 2008 eine Ärztin in Vollzeit im Dispensaire beschäftigt. Frau Dr. Rondro führt zusammen mit der pflegerischen Hilfskraft täglicheVisiten durch. Sie behandelt fachlich fundiert mit den in Madagaskar zur Verfügung stehenden Psychopharmaka. Außerdem findet eine enge Zusammenarbeit mit den „Bergers“ und den Familien statt. Die medizinischen Mitarbeiter betreiben Aufklärungsarbeit über Gesundheit und Hygiene. Einmal im Jahr wird für Ärzte und Betreuende des Zentrums, ebenso wie für Ärzte aus Fort Dauphin, eine psychiatrische Fortbildung organisiert.

 Doch es bleibt nach wie vor noch viel zu tun. Die Menschen leben in Toby Nenilava unter größtenteils menschenunwürdigen Bedingungen. Eine angemessene Hygiene kann in vielen Unterkünften nicht gewährleistet werden. Das Schlimmste allerdings ist der Umgang mit oder die „Haltung“ von Patienten, die unter schweren psychischen Erkrankungen leiden. Diese Patienten werden in Ketten gelegt, Ketten an Füßen und Handgelenken, teilweise dann sogar noch an den Wänden angekettet. Das ist ein unhaltbarer Zustand.

Das geschieht nicht, weil es ärztlicherseits „verordnet“ wird. Es geschieht, weil die betreuenden „Bergers“ und Familienangehörige sich nicht anders zu helfen wissen, weil sie den Unterhalt für sich und den Kranken verdienen müssen und nicht ausreichend anwesend sein können, weil sie sich wegen ihrer Kranken nicht sicher fühlen. Und dann auch, weil es an weiteren Fachkräften fehlt, weil es keine Auswahl an Psychopharmaka und zu wenig Perspektiven für den Einzelnen gibt, und und und ...        

Und eben genau diesen Zustand zu verändern ist das nächste erklärte Ziel von Maria D. Die Renovierung eines Gruppenraumes war mit Unterstützung der deutschen Botschaft möglich. Das Gehalt einer Sozialarbeiterin ist ab Juli 2010 für ein Jahr über „Cieloterra“, ONG in Fort Dauphin, gesichert.

Doch das ist noch nicht genug. Es muss erreicht werden, dass ein Sozialarbeiter dauerhaft beschäftigt werden kann und dass ein Budget für die langfristige Versorgung der Patienten mit Medikamenten, mit ergotherapheutischen Hilfen etc. zur Verfügung steht. Nur dann kann das Bild „Menschen in Ketten“ dauerhaft verschwinden. Die Menschen sollen wieder Ihren Alltag leben, sich versorgen und trotz allem Perspektiven entwickeln können.

Als weiterer Schritt arbeitet Maria D. an einem Konzept zur Ursachenbekämpfung. Dazu ist eine Menge Öffentlichkeitsarbeit nötig. Viele Psychosen bei jungen Menschen entstehen durch den Missbrauch von Drogen, bzw. größtenteils schlechten Drogen. Hier soll Aufklärungsarbeit geleistet werden. Ärztin und Sozialarbeiter sollen in die Schulen gehen und Aufklärung betreiben.

Es ist noch viel zu tun, um die Lebensbedingungen der psychisch Kranken in Toby Nenilava angemessen zu gestalten.

 

       
         

 

 

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Straßenkinderprojekt Schineni Rumänien

Das Straßenkinderprojekt "Heilige Familie" Schineni wird von uns mit Einzelspenden unterstützt.

Genauere Informationen zu dem Projekt folgen.

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Weitere Projekte, die wir regelmäßig unterstützen:

Das Projekt "Volksmedizin", ebenfalls in Brasilien. Unter wissenschaftlicher Begleitung werden bewährte Methoden der Herstellung und Anwendung von naturnaher Medizin gefördert und Bildungsmaßnahmen größeren Bevölkerungsgruppen zugänglich gemacht.

Durch Einzelspenden unterstützen wir ein "Sonnenofenprojekt" in Mexiko.